Ahead To The Sea - Treffer, versenkt!

Posted: 2. Januar 2008 by Heiko Hartmann in Schlagworte: ,
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Achja... sowas tolles und frisches habe ich schon seit langem nicht mehr gehört. Und ganz ehrlich: mitreißend ist das ganze noch dazu! Die Band Ahead To The Sea stammt aus Freiburg und die sieben Jungs und Mädels darin spielen herrlich tighten Punkrock. Am ehesten fallen mir für etwaige Vergleiche zu ihrem Sound Flogging Molly oder ältere Fiddler's Green ein.

Das "Folkpunk R.A.D.I.O.", der erste Song des Albums, ist dabei ein gelungener Einstieg in das insgesamt 17 Songs umfassende Album. Ohne lange zu zögern, ballert einem die Band eine flotte Melodie mit dem Akkordeon um die Ohren, und spätestens wenn die treibenden Drums - oder wenig darauf die schön rotzenden Stromgitarren - eintretten, gibt es für den Hörer kein Halten mehr, und nicht nur das Tanzbein sondern gleich der ganze Körper schwingt in verzücktem Tanz.

Man merkt dem Septett sehr den Spaß an der Sache an. Hinzu kommt eine unglaubliche Vielfältigkeit, welche "Treffer, versenkt!" nicht einmal langweilig werden läßt. In insgesamt vier Sprachen (Deutsch, Englisch, Französisch und Spanisch) werden die Songs gesungen und hinzu noch mit kleineren Reggae-Einflüssen aufgelockert. Am stärksten kommen diese bei "Jetzt erst recht und sowieso" zu tragen, einem Song, welcher sich mit dem Prozess um das etwaige Verbot von durchgestrichenen Hakenkreuzen auseinander setzt. Was mit schön entspannendem Reggae-Sound anfängt, steigert sich im Refrain zu einem mitreißenden Punk-Singalong. Dies ist definitiv einer der stärksten Songs des Albums, obwohl auch der Rest zu überzeugen weiß und es wirklich keinerlei ausfälle zu vermelden gibt. Qualitativ ist das ganze wirklich durchgehend sehr überzeugend.

Auch sehr schön ist übrigens der auf Französisch gesungene Song "Habibi" welcher mit kleinen orientalischen Einsprengseln aufgelockert wird und ebenfalls sehr schnell ein fieser Ohrwurm werden kann. Bis auf den "Boondock Shant" und dem nachdenklich machenden "Hannes" drücken Ahead To The Sea auf dem Album mächtig auf die Tube und bieten keinerlei langsame Stücke. Ein wirklich zu empfehlendes Album für den Freund von irisch bzw. keltisch geprägtem Folksound und einer mächtigen Portion Punk, welche sich natürlich auch in den Texten niederschlägt. Ich bin wirklich restlos begeistert.

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