Kein Schutz für niemand

Posted: 16. Januar 2008 by Heiko Hartmann in Schlagworte: ,
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Überwachung? Abhören? Pah, dann werd' ich eben Pfarrer!
Ne, das war's dann auch mit dem Schutz von Berufsgeheimnisträgern. Wolfgang hat sich jetzt eine Ausnahme ausgedacht, wenn die Abwendung einer Gefahr für Leib, Leben oder Freiheit einer Person eines Volkes von Wolfgang selbst erforderlich ist. Da scheint wohl jemand schon im Kindesalter ganz doll geschmollt haben, wenn jemand sein Geheimnis absolut nicht verraten hat.

Jetzt aber mal ganz ehrlich: wieso denn immer so vage formulieren und das ganze abdämpfen? Hat man doch Angst vor dem großen Volksaufstand, der ja sowieso nie kommen wird, da ja der gute Bürger nichts zu verbergen hat? Dann sollen halt einfach auch die Strafverteidiger oder Geistlichen auch nix zu verbergen haben. Lassen wir doch gleich per Gesetz das ganze dämliche Gedöns mitsamt Privatsphäre, Datenschutz usw. auf einen Schlag abschaffen. Einfach mal mit Schmackes auf den Tisch hauen und weg mit dem Zeug. Nicht so wischiwaschi mal hier ein Begehr, da ein Gesetz und dann noch ein Vorschlag.

Mit der Blaupause zur totalitären Überwachung in der Hand formt man in diesem Staat immer weiter ein Konstrukt um damit die Bürger des Landes überall und zu jeder Zeit auf Schritt und Tritt zu folgen. Und wenn es fertig ist, sitzen wir dann in einem technisch hochmodernen Zoo und werden von diesen "Volksvertretern" begafft. Man kann ja fast schon meinen, man hätte es bei der jetzigen Regierung mit ganz übervorsichtigen "Eltern" von "Kleinkindern" zu tun, welche in ihrer Paranoia Angst haben, daß wir jederzeit was ganz richtig anstellen könnten. Durch diesen Angriff auf das Berufsgeheimnis wird man das Gefühl nicht los, das die Herren Politiker wirklich jedem mißtrauen und meinen, man führe etwas schlimmes im Schilde... Von wegen Ausnahmen wenn eine schlimme Gefahr droht. Das ist einfach nur ein Freifahrtschein, auch in den hintersten Ecken der Schublade schnüffeln zu dürfen.

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