Essensästhetik

Posted: 8. Februar 2008 by Heiko Hartmann in Schlagworte: ,
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Ist mir vorhin beim gemeinsamen Abendessen mit der Angebeteten wieder gekommen: schon laut einem bekannten Sprichwort, ißt das Auge mit. Es gehört halt einfach dazu, daß das Futter auf dem Teller ansprechend präsentiert wird, damit der Appetit sowie die Lust aufs Essen noch größer wird, als er ohnehin schon ist. Nun bin ich weder richtiger Gourmet, noch Gourmand - wenn, dann irgendwo zwischendrin. Reichlich und lecker muss das ganze sein und einigermaßen ansehnlich. Muss nicht wirklich so aussehen, wie im Fünf Sterne-Etepetete-Fresstempel, aber auch nicht gerade gemantscht wie im letzten Drecksimbiss.

Um aber mal auf den Punkt zu kommen: es gibt ein Gericht, bei dem es dir niemals gelingen wird, es ansprechend ästhetisch zu präsentieren. Weil es einfach das unästhetischste Sache in der Welt des Kochens ist, das ich kenne: die Erbsensuppe. Das kann ja schon ganz gut schmecken, aber ansprechend aussehen: Nö. No way. Für mich sieht das - egal ob frisch zubereitet oder aus der Dose (wobei ich Dosenfraß, nur um das mal klarzustellen, gar nicht abhaben kann!) - aus, als hätte da gerade Linda Blair in ihrer bekanntesten Filmrolle ever in den Teller gegöbelt. Also, so richtig "wunderbar" frisch ausgekotzt. Daher nenne ich Erbsensuppe mittlerweile Filmkotze. Und das turnt ehrlich gesagt mächtig ab, überhaupt so einen Löffel Erbsensuppe zu sich zu nehmen. Also, jedenfalls mich.

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