Ach, Edwige...

Posted: 12. März 2008 by Heiko Hartmann in Schlagworte: ,
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...immer wenn ich dich in einem Film sehe, könnte ich postwendend in den Fernseher springen. So wie gestern, als ich mir nochmal den Killer von Wien angesehen habe. Diesen Giallo von Sergio Martino, einem meiner Lieblingsitaliener (was Regie angeht).


Dabei gehört das gute Stück ja für mich mit zu seinen besten Filmen, die er jemals fabriziert hat. In edlen Hochglanz-Bildern verpackt, schildert Martino hier den Fall von Julie Wardh, welche nach ihrer Rückkehr nach Wien, welches gerade von einer schrecklichen Mordserie an Frauen heimgesucht wird, von ihrem ehemaligen Liebhaber Jean bedrängt wird. Dabei macht dieser ihr soviel Angst, das sich Julie in die Arme von George, den sie durch die gemeinsame Freundin Carol kennenlernt, wirft. Ein Schäferstündchen der beiden geht nicht ganz unbemerkt über die Bühne und nach dem Téte-a-téte wird Julie von einem Fremden erpresst, sie solle ihm eine größere Summe zahlen, oder er erzähle ihrem Mann von dem Seitensprung mit George. Julies Freundin Carol geht an Stelle von Julie zum verabredeten Punkt der Geldübergabe und wird dort bestialisch umgebracht. Schnell fällt dabei der Verdacht auf Jean, der gesuchte Frauenmörder zu sein.

Ehrlich gesagt, gefällt mir der Streifen nach der zweiten Sichtung noch eine Spur besser und auch der recht unerwartete Twist gegen Ende des Films, welcher mir persönlich zuerst nicht so richtig behagte, fügt sich nach erneutem Schauen besser in die Geschichte des Filmes ein. Ruhig, in elegante und wunderbar fotografierten Bildern verpackt und mit furiosen Spannungsszenen versehen gehört Der Killer von Wien ohne Frage zu den besten Filmen seines Genres. Abgerundet wird dies durch eine Gänsehaut erzeugende Titelmelodie und einem tollen Dreiergespann bei den Hauptdarstellern: George Hilton, Ivan Rassimov und eben Edwige Fenech. Eine der schönsten Frauen, die das damalige Genrekino hervorgebracht hat. Da ist es teilweise vollkommen egal für uns Fans, in was für einem noch so bescheuerten Streifen sie mitspielt, hauptsache wir haben "unsere" Edwige vor der Linse. Hach. Ich geh' mal wieder weiterschmachten. Alle anderen sollten sich derzeit mal den angesprochenen Film zu Gemüte führen. Es lohnt sich.

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