Die 10 schrägsten Viecher im Horrorfilm

Posted: 14. März 2008 by Heiko Hartmann in Schlagworte: , ,
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Da, schaut man mal einfach so durch seine favorisierten Blogs und wird nach der Sichtung eines Killerkarnickels bei Peppone noch spät Nachts von der Muse geküsst. Anders als in meinem Kommentar zu seinem Eintrag ist mir der Film mit dem bzw. den totbringenden Mümmlern wenigstens namentlich unter dem deutschen Titel Rabbits bekannt. Und warum jetzt die Muse geküsst hat? Ganz einfach: recht spontan meldete sich der Trashologe in mir, die Denkzellen begannen kurze Anstrengung und nach einigem Überlegen präsentiere ich meine Topliste der 10 schrägsten Viecher, die es jemals im Horrorfilm bzw. dem Subgenre des Tierhorrors gibt. Und da gibt es fürwahr einige Ungeheuerlichkeiten zu präsentieren:

10: Feuerkäfer
Bug, USA 1975

Wie bitte, was? Käfer sind nicht spektakulär. Ja, stimmt. Es gab ja schon so einiges auch zu unendlichen Größen mutiertes Krabbelzeugs auf der Mattscheibe zu bewundern. Legitim sind die Käfer auch nur durch ihre besondere Eigenschaft, Feuer spucken zu können. Ich meine, wo hat man bitteschön schon mal einen krabbelnden Flammenwerfer gesehen? Recht ansprechend ist das Teil - trotz einer US-TV-Produktion aus den 70ern - übrigens auch, wenn auch etwas behende daher kommend.


9: Mosquito
Mosquito, USA 1994

Stechmücken sind für mich ja schon jeden Sommer ein Horror. Denn kaum hat mich so eine gepiekst, bekomme ich so richtig dicke Pusteln, das ich mittlerweile denke, das ich allergisch gegen sowas bin. Noch schrecklicher wird es, wenn es um mutierte, übergroße Mosquitos geht. Das wird dann ganz schlimm. Für manche Ottonormalfilmgucker aufgrund des Trashgehalts wohl auch. Doch gerade deswegen macht der Film so einen Heidenspaß, wenn auf einmal die bösen Gummistechmücken die Leute dezimieren. Wenn dann noch Gunnar "Leatherface" Hansen eine Kettensäge in die Hand nimmt und daraufhin den Satz "Sowas hatte ich das letzte Mal vor zwanzig Jahren in der Hand!" bring, gibt's erst recht kein Halten mehr. Und besser als der ganz üble Skeeter ist der Film sowieso.



8: Frogs - Killer aus dem Sumpf
Frogs, USA 1972

Vor ein paar Tagen machte Spiegel Online ja mit anderen Vertretern ja schon explizit auf das Plakat des Films aufmerksam. Auch ansonsten ist die Schote sehr bemerkenswert, versucht er doch irgendwie eine ökologische Message zu vermitteln. Sei gut zu Mutter Natur und sie läßt dich in Ruhe. Ansonsten geht's dir schlecht. Lief ja vor einigen Jahren mit Regelmäßigkeit im Nachtprogramm von Kabel 1 und ist durchaus mal einen Blick wert, quaken doch nicht nur namensgebende Frösche zum Angriff. Zur Unterstützung haben diese auch noch einige Echsen, Krokodile, Schlangen und anderes Getier mitgebracht um dem Starensemble einzuheizen.



7: Razorback - Kampfkoloss der Hölle
Razorback, Australien 1984

Australien hat ja schon so einiges an interessanten Tieren zu bieten, die ruhig mal in einem Horrorfilm für Furore sorgen dürften wie z. B. Känguruhs oder Koalas. Mitte der 80er schickte man aus Down Under jedenfalls einen übergroßen Keiler auf die Filmfans los, welcher wohl wegen des besoffenen Ausleuchters so erzürnt war. So übertrieben die Ausleuchtung nämlich teilweise in den Szenen mit dem Tier anmuten, atmosphärisch sind sie auch noch und können einen leicht verdaulichen und bei vielen Fans des Subgenres als Kult gefeierten Streifen anbieten.



6: Squirm - Invasion der Bestien
Squirm, USA 1976

Stell dir vor du läufst durch dein Haus, der Strom ist gerade ausgefallen und du hörst seltsame Geräusche aus dem oberen Stockwerk. Also schaust du nach, gelangst zur Quelle dieser gar schröcklichen Töne, öffnest die Tür und entgegen kommen dir an die 5 Tonnen Regenwürmer. Und die sind auch noch wütend! Möglich machte diese geniale Szene der Werte Jeff Lieberman, ein gar nicht mal so doofer B-Filmer, der uns nach einem Unwetter durch Stromstöße einer abgerissenen Hochspannungsleitung agressiv gewordene Regenwürmer präsentiert. Verpackt in eine richtig tolle, dichte Atmosphäre, die wohl wirklich nur die amerikansichen Low Budget-Filmer in dieser Zeit hinbekommen haben, haben wir schon wieder einen Kultfilm an der Angel.



5: Black Sheep
Black Sheep, Neuseeland 2007

Ganz ganz frisch bringt man uns aus dem Peter Jackson-Ländle nun also diabolische Schafe mit. Gesehen hab ich den Film leider noch nicht, findet aber deswegen Erwähnung, weil alleine schon der mir bekannte Trailer Hunger auf mehr macht. Und hey, diesen doch recht friedlich dreinblickenden Tierchen auf einmal Blutrünstigkeit auf den bewollten Leib zu schneidern, ist doch alleine schon eine Erwähnung wert. Wie so oft sind daran Genexperimente Schuld, welche die Schafe so böse machen. Laut Berichten vom letzten Fantasy Filmfest soll der Streifen ein gelungenes Funsplatter-Werk sein.



4: Graveyard Monster
Cemetery Gates, USA 2006

Auch hier haben wir sie wieder: die Genexperimente, welche aus einem unschuldigen Tier ein absolut blutrünstiges Monster geschaffen haben. Blutrünstig ist trotz der 16er-Freigabe hier übrigens sehr wörtlich zu nehmen. Da wird teils in bester Old School-Manier rumgesplattert, das die Schwarte kracht. Aber was für ein Tier haben wir hier? Laborratte? Nö. Laboraffe? Nö, gibt's außerdem schon, nennt sich Shakma. Es handelt sich hier um den allerersten tasmanischen Teufel in einem Horrorfilm überhaupt. Das das nach dem Wort Trash schreit, dürfte klar sein. Aber gerade deswegen macht der Film so herrlichen Spaß. Zwar ist die Story altbekannt, die Umsetzung relativ unspektakulär, aber trotzdem: das Ding macht Fun. Und alleine schon der Gastauftritt von Greg Nicotero und Howard Kurtzman als breite Kiffer und deren Szene mit dem "Krafttier" ist den Film Wert.



3: Sumpf des Grauens
Terror in the Swamp, USA 1985

Ich hab es immer gewußt. Schon als kleines Kind war mir das Tier schon irgendwie suspekt. Und in der Tat könnte man denken, daß der totbringende Biber (!) in diesem Film auch zu oft Sensodyne eingenommen hat. Hat er aber nicht. Schema F hält her: Tierversuch, doofer Praktikant und schon haben wir den Salat. Weil ein Biber aus Versehen menschliche Hormone gespritzt bekommt, verwandelt er sich schon alsbald in eine wutschnaubende Kreatur halb Mensch, halb Biber. So und den letzten Satz lassen wir uns mal ganz langsam auf der Zunge zergehen. Das ist schon nicht mehr B-Film, auch kein C-Film mehr, sondern purster Z-Grade. Wer kein 101-%iger Trashfan ist und ihn sich dennoch antut, ist selber Schuld.



2: Barn of the Blood Llama
Barn of the Blood Llama, USA 1997

Wer hat den verrückten Wissenschaftler auf die Lama-Farm gelassen? Keine Ahnung?! Egal, ist eh zu spät. Denn seitdem der Kerl seine Finger an den Tieren hatte, wurden diese zu durchgedrehten Bestien, die nicht nur mehr Spucken sondern noch viel krassere Dinge auf dem Kasten haben. Leider hatten das die Macher des Filmes nicht, da es sich bei dem Film, auf den ich bei Recherchen zu diesem Beitrag gestoßen bin, um übelste No Budget-Amateur-Sauce handeln soll. Schade, alleine schon wegen den Lamas wäre es ja schon mal einen Blick wert.



1: Slugs
Slugs, muerte viscosa, USA/Spanien 1988

Juan Piquer Simon, welcher uns schon den derben Pieces und auch den wahnwitzigen Sonicman schenkte, nahm sich einer Tierart an, welche es mir in Sachen Tierhorror seit der ersten Sichtung des Films angetan hat: Nacktschnecken. Ja, genau, diese langen, glibbrigen Dinger. Und Hölle, diese Schnecken haben es in sich. Allein schon diese eine Szene, wenn diese Nacktschnecke im Garten des Sheriffs nach dessen ausgestreckten Finger beißt. Ja, sie beißt. Bei Fans des Films ist das mittlerweile mehr als Kult und auch ansonsten ist der Film ein recht flotter B-Reißer mit einigen derben Gore-Effekten. I love it.

2 Kommentare:

  1. dunkelstern says:

    Man... da fehlt das "Kondom des Grauens" oder ging's nur um Viecher?

  1. GrossOut says:

    Da geht's nur um Viecher. Aber das "Kondom des Grauens" dürfte bestimmt auch einen Platz bei der jetzt von mir geplanten Top 10 der schrägsten besessenen Dinge im Horrorfilm ergattern.