Also, liebe Frau Heinzmann...

Posted: 17. September 2008 by Heiko Hartmann in Schlagworte: ,
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...ich geb's ja zu, ich bin nicht der allergrößte Metallica-Fan. War einfach noch nie so richtig meine Musik, aber ein paar sehr starke Songs haben die Jungs, das geb' ich zu. Ist ja auch alles eine Frage des Geschmacks. Nun, ganz zufällig mag ich auch "The Unforgiven" sehr gerne. Wenn ich mal so nachdenke, ist das sogar einer meiner liebsten Metallica-Songs.

Und nun kommen sie da um die Ecke und covern das Ding. Wie ich schon öfters hier im Blog schrieb, mag ich Coversongs. Damit hat man mich eigentlich immer. Also musste ich mir natürlich auch ihre Version des Songs gleich mal durch die Lauscher jagen. Das diese vor Entrüstung nicht sofort schreiend davongelaufen sind, ist einfach deswegen so, daß sowas nur in Cartoons aber nicht im realen Leben möglich ist. Wenn ich also eine Cartoonfigur wäre, sie hätten es gemacht. Und ich wär hinterher gerannt.

Dieser Beat, für mich irgendwie funkig (!) oder auch discomäßig (!!), das ist doch wirklich - nun ja - wie soll ich's sagen... Also da würde auch der stärkste Kläpper vor der Apotheke halten, um dort mal kurz seinen Mageninhalt davor auszubreiten. Oder, um's mal kurz und knapp auf den Punkt zu bringen: das geht ja mal gar nicht. Das ist ja wirklich eine Vergewaltigung höchsten Grades. Schämen sie sich und stellen sie sich sofort in die Ecke und schreiben bis morgen 100 mal fein säuberlich den Satz "Ich darf keine Metallica-Songs covern und dann schrecklich verhunzen".

Und wer sich das wirklich mal antun will... bitteschön:



(via)

4 Kommentare:

  1. beastybasti says:

    Der Song ist echt schlecht.. selten so gekotzt

  1. bonk says:

    also ich fand "the unforgiven" einen ziemlich beschissenen track vom ziemlich beschissenen schwarzen album, welches den anfang vom ende metallicas eingeläutet hat. hier ein "wie kann man nur/ blasphemie!"- gezeter vom stapel zu lassen finde ich völlig fehl am platze und zeugt nicht gerade von großer sachkenntnis. für mich war "the unforgiven" immer der inbegriff von radiokompatibler hausfrauen- (sorry) musik. in konsequenter weiterführung dessen hat frau heinzmann ihre sache meines erachtens sogar ganz hervorragend gemacht.

  1. GrossOut says:

    @bonk: Das ist meines Erachtens aber auch noch eine große Frage des Geschmacks. Mir gefällt "The Unforgiven", dir eben nicht. Im Vergleich mit der Heinzmann'schen Covergrausamkeit ist das Original allerdings weitaus besser. Und auch vom Anfang vom Ende brauchst du mir nix erzählen. Alles was dann noch so kam, von "Load" angefangen über "St. Anger", welches komplett grausam war, sind Metallica noch weniger was für mich als ohnehin schon. Man sollte ab und an auch wissen, wann es Zeit ist, aufzuhören.

  1. bonk says:

    @grossout:
    "Und auch vom Anfang vom Ende brauchst du mir nix erzählen. Alles was dann noch so kam, von "Load" angefangen über "St. Anger", welches komplett grausam war, sind Metallica noch weniger was für mich als ohnehin schon. Man sollte ab und an auch wissen, wann es Zeit ist, aufzuhören."

    -häh? ungefähr genau das meinte ich doch mit anfang vom ende. und von wegen wissen wann es zeit ist- meiner meinung nach hätten sie dann nach "..and justice for all" aufhören und sich das überflüssige schwarze album mit dem noch überflüssigeren "the unforgiven" sparen können.
    und bezüglich frage des geschmacks- auch hier gebe ich dir recht. und ein popsong von einer popinterpretin gesungen kommt eindeutig mehr nach meinem geschmack als ein popsong von einer metallcombo. von der erwarte ich einfach was anderes als musik zum hausputz. will sagen: konzeptionell sehe ich nicht verwerfliches an der coverversion, weil richtiger song für richtige interpretin für richtige zielgruppe. bei metallica halt falscher song für falsche band für falsche zielgruppe. -->"the unforgiven" passt mit seiner poppigkeit einfach besser zu einer frau heinzmann als zu metallica. aber vielleicht ist das auch nur geschmacksache...