Projekt Hörsturz: Runde 36: WTF?

Posted: 26. Dezember 2010 by GrossOut in Schlagworte: ,
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Das Projekt Hörsturz vom beetFreeQ gefällt mir immer mehr und besser. Immerhin habe ich durch die beiden Runden, an denen ich teilgenommen habe, mit Mumford & Sons und Irie Révoltés zwei richtig tolle Bands kennengelernt. Auf letzteren bin ich derzeit auch stark hängengeblieben. Wenigstens wirds da im aktuellen Musikgeschmack etwas sommerlicher, während draußen ja der Winter tobt. Die aktuelle Runde hat nun ein Sonderthema, auf das ich mich auch schon ziemlich gefreut habe. "WTF?" ist dabei angesagt und schrägen, durchgedrehten oder einfach nur seltsamen Kram mag ich nicht nur filmisch, sondern ab und an auch mal musikalisch. Dann wollen wir uns mal an die diesmaligen Titel wagen.

The Ting Tings - Impacilla Carpisung
(von Konzertheld)
Netter Anfang mit den Samples verschiedenster Hits. Dann der Beat, der wenigstens ein klein wenig die Gelenke im Bein mitschwingen läßt. Der Basslauf geht auch in Ordnung. So richtig WTF find ich den Song nun nicht (man kennt halt schrägeres) aber ist auf jedenfall mal ganz ohrig für den Beginn der Runde. Macht durch das gut aufgelegte Publikum von dieser Live-Version sogar noch eine Ecke mehr Spaß. Geht wie gesagt in Ordnung, auch wenn ich von den Ting Tings noch ein paar coolere Songs kenne. 3/5

Animaniacs - The Nation of the World (von maloney8032)
Rein Instrumental ganz typisch arrangiert für Warner-Cartoons. Aber: so lernt man wirklich gerne Geographie und die Länder der Welt. Von Anfang an muss man da ja wirklich mitgrinsen und im fröhlichen Takt mitwippen. Würde man sich den Clip noch einige Male öfter anschauen, könnte man da bestimmt dann ganz freudig mitsingen. Macht Spaß! 3,5/5

The Avalanches - Frontier Psychiatrist
(von Mars)
Der Dialog am Anfang hat mich schon ein wenig komisch schauen lassen, doch wenn der Beat einsetzt, wird der Song sogar richtig lässig. Schön smooth würde ich das jetzt mal nennen, mit schön schrägen Sprachfetzen bzw. Samples und auch die Bläser usw. sind richtig gut auf den Punkt gebracht. Hätte nicht gedacht, dass mir sowas gefällt. Ich finde "Frontier Pychiatrist" ist ja irgendwie richtig gut zum Runterkommen, wenn man sich den Song so anhört. Seine leicht schräge Note wird durch das coole Video nämlich noch etwas mehr betont. Klasse Track. 4/5

Messer für Frau Müller - The Best Girl In The USSR (von LemonHead)
Weirdo Retro-Soundcollage bei der ich gleichzeitig grinsen und auch irgendwie befremdlich dreinschauen muss. Sowas hört man jetzt echt nicht alle Tage. Aber diesen leichten, verfremdeten Beat aus den 50ern oder 60ern (so würde ich das jetzt einfach mal bezeichnen): es hat schon wirklich so einen gewissen Charme. WTF-würdig ist das Lied auf alle Fälle und ziemlich eigen. Hört man nicht alle Tage, was man in meinem Fall auch gar nicht möchte. Richtig stranges Ding, für mich sogar irgendwie etwas zu sehr. 2/5

iwrestledabearonce - Smells Like Kevin Bacon (mein Vorschlag)
Eigene Vorschläge bewerte ich ja nicht. Aber: die bisherigen Wertungen hab ich mir denken können und sie mit einem leichten Grinsen gelesen. Ist ja wirklich herber Stoff...

Squirrel Nut Zippers - The Kraken (von beam)
Die ersten dreißig Sekunden sind ja schon mal etwas anstrengend, aber Gott sei Dank lenkt sich "The Kraken" dann in normale Songstrukturen. Darf man schreiben, dass das leicht jazzig angehaucht ist? Würde es mal so interpretieren. Hat schon was, ist aber nicht so wirklich mein Ding. Kann man sich halt einmal anhören und hat es dann hinterher zur Kenntnis genommen, dass es sowas auch auf der großen Musiklandkarte gibt. Was dem Ding aber etwas das Genick bricht, ist der krasse Wechsel in den Gesangpart. Das ist noch weniger mein Fall. 2/5

The Lovely Eggs - Have You Ever Heard A Digital Accordeon? (von Dr. Borstel)
Wär es nur bei diesem schiefen Gesang wie am Anfang geblieben, hätte es mir die Tränen in die Augen getrieben. Wenn aber dann mal noch die Drums und die Gitarre einsetzen, wird es erträglicher. Trashiges Lied, bei dem ja schon mal hier und da etwas schmunzeln muss. Aber richtig läßt es bei mir die Mundwinkel, geschweige denn den Daumen nicht nach oben schnellen. Wenn die Distortions einsetzen am Ende, gewinnt der Song zwar noch ein klein wenig, bleibt aber ansonsten eher mäßig für mich. 2,5/5

Die Antwoord - Beat Boy (von Khitos)
Weder die aus den Stimmen zusammengesetzten Beats noch die elektronischen, die wenig später einsetzen, sind richtig toll. Gerade letzteres hört sich dann ein wenig billig an. "Beat Boy" ist eines dieser Lieder, bei dem man einfach froh ist, wenn es fertig ist. Gerade weil es von Sekunde zu Sekunde genauso nervig ist, wie ein Nachbar, der Sonntag Morgens meint, seinen Schlagbohrer einsetzen zu müssen. 1/5

Igorrr - Tendon (von beetFreeQ)
Holy Shit! Heavy Stuff. Extremste Breakbeats, ein Black Metal-Gitarrenriff das ab und zu mal aufblitzt und dann die langsame Melodie: anstrengend, aber interessant. Wenn die Beats dann heftiger werden und die Gitarrenriffs länger und ausgiebiger präsent sind, erinnert mich das Ding sogar vage an Stücke des Hardcore-DJs Rob Gee. Mag sein, dass ich derzeit eh einen kleinen Hang zum Black Metal habe und es daher nicht so anstrengend finde, wie andere. Durchgedrehte Weirdness die den Zuhörer fordert und recht interessant. 3,5/5

Man Man - Against The Peruvian Monster (von Kristin)
Interessante Kombination zwischen den Streichern und dem etwas gequält klingenden Gesang. Mag man jetzt nicht unbedingt als Nebenherberieselung beim Chillen hören, aber naja, dafür ist der Song mit Sicherheit eh nicht gedacht. Allein schon durch dieses Kindergesinge strahlt "Against The Peruvian Monster" eine gewisse Faszination aus und kann einen durchaus in seinen Bann ziehen, auch wenn das Lied ganz dicht an einem gewissen Nervfaktor vorbeischrammt. 3/5

Die Bonussongs:

ATTN - Bed Intruder Song (von David)
Sehr gefälliger Beat, ganz nette Instrumentierung und selbst die Effekte über den Stimmen ist für mich gar nicht mal so nervig. Je länger der Song läuft, desto mehr kann ich dazu sogar mit dem Kopf nicken. Geht gut ins Ohr und ist dazu sogar noch recht witzig. 3,5/5

David Lindley - Ragbag (von JuliaL49)
Ich hab das Bedürfnis mir einen Cowboyhut aufzusetzen! Ich mag diesen Slide-Sound und das geht jedenfalls bei mir richtig gut ins Ohr, auch wenn es normalerweise so gar nicht meine Musik ist. Aber für ab und an geht das klar. Really nice. 4/5

Green Jellÿ - Three Little Pigs (von cimddwc)
Ein Klassiker! Sollte man ja eigentlich kennen. Schöner Vorschlag vom cimddwc. Was haben mein bester Freund und ich dazu gebangt, als wir es zum ersten Mal gehört haben. Geht mir auch heute durch seinen etwas trashigen aber doch gut rockenden Appeal gut rein. 4/5

Kuricorder Quartet - Imperial March (von Graval)
Auch so ganz leicht trashig, lädt aber mit seinem Rhythmus auch ein wenig zum Mitwippen ein. Ist halt nicht ganz so sauber gespielt und schiebt wohl nicht nur eingefleischten Star Wars-Fan ein kleines oder großes Grinsen ins Gesicht. Ich bin's nicht und es gefällt trotzdem ganz ordentlich. 3,5/5

Napoleon XIV - They're Coming To Take Me Away (von Zeitzeugin)
Da salutiert man ja förmlich beim Marschierrhythmus. Lachen musste ich so oder so, kannte ich den Song doch schon in einer anderen Version: bei einem J.B.O.-Konzert vor einigen Jahren haben diese dies hier in Kaiserslautern öfters mal von ihrem Roadie singen lassen. Von J.B.O. bzw. dem Roadie  wars klasse, das Original ist ganz nett. 3/5

Natasha Bedingfield - Pocketful of Sunshine (von Onkelosi)
Leichtfüßiger Song, leicht soulfull. Gerade wenn der Beat einsetzt, läßt es mich leicht mittanzen. Die Stimme ist auch ganz angenehm. Netter bis sogar richtig guter Popsong. 3,5/5

Stina Nordenstam - Little Star (von Dany)
Die Akkustikgitarre am Anfang geht noch in Ordnung, aber mit dem Stimmchen von Frollein Nordenstam kann ich nicht viel anfangen. Nun gut, wenn dann auch noch dieser leichte Beat anfängt und so: nett. Aber der Gesang: och nö... 2,5/5

Sunn O))) - It Took The Night To Believe
(von Fabian)
The Kings of Drone! Der Fabian hat ja netterweise einen noch recht kurzen Song der Extremdoomster ausgesucht. Was ist jetzt nicht unbedingt weiß: ist das der Attila von Mayhem am Mikro oder ein anderer? So oder so ein sehr spezieller Song einer Band, die ich zwar faszinierend finde, aber wohl nie so richtig Bezug zu diesem Genre bekomme. Auch wenn ich im Black Metal zum Beispiel die Monotonität des Sounds mag, hier ist es mir etwas zu eintönig. Atmosphärisch ist der Song aber wirklich schön düster, fast schon etwas bösartig. Von daher gibt es noch 3/5

The Knive - Like A Pen (von kasumi)
Hab' ich nach einer Minute nochmal angefangen. Weil der Anfang so toll ist und sich wirklich schön steigert! Dieser ganz dezente Beat, die ebenfalls recht leichten Synthieläufe und die Stimme der Dame ist auch recht angenehm. Synthiepop how I like it. 4/5

Trucks - It's Just Porn Mum (von Steve)
Goil! Zum Ende werde ich in meine Jugendzeit katapultiert. Schön gefälliger Poprock der mir wegen der ganz guten Stimme des Sängers und dem netten Mix zwischen lockerer Strophe und leicht rockigem Chorus. Dazu dieser pubertäre, aber doch ganz witzige Text: geht ebenfalls in Ordnung. 3,5/5

Punk meets Pink Floyd: Another Stein on the Bullenschwein

Posted: 13. Dezember 2010 by GrossOut in Schlagworte: ,
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A W E S O M E! Da wird der kleine Revoluzzer in mir ja schon etwas hibbelig, wenn ich das sehe und höre. Einige Herren aus der Punkszene, darunter Wölfi von den Kassierern und Claus von Chefdenker haben sich 'nen Slime-Song sowie Pink Floyds "Another Brick In The Wall" angenommen. Herausgekommen ist ein toller, launemachender, aber auch typisch punkig, angepisster Song. Ach... Gunter Gabriel gibt's übrigens auch noch.



Berichtigung: Alex Schwers hat sich dem ganzen angenommen, die angesprochenen Herren spielen nur im Clip mit. Sorry for that, da war ich zu sehr vom "Whoamussichbloggen"-Gedanken benebelt.

(Direktlink) (via Kotzendes Einhorn)

80er Commodore-Weihnachtswerbung

Posted: by GrossOut in Schlagworte: ,
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Der rot-weiß bekleidete, dicke Mann wirft seinen Schatten voraus, nächste Woche Freitag ist es ja schon soweit und Santa sowie Weihnachten stehen vor der Tür. Ein großer Freund davon bin ich ja nicht mehr, aber: vor dieser Weihnachtswerbung aus dem Jahre 1986 für den guten alten Brotkasten kann ich mich nicht verwehren. Da war gerade die Maus für den C64 (Quizfrage an die Leser: wie lautete die Bezeichnung bzw. Nummer für diese? Zu gewinnen gibt es einen herzigen Ehrenplatz in meiner persönlichen Nerd-Hall of Fame) ganz frisch und beim Sehen huschte auch ein "AWWWW" über meine Lippen. Einfach süß... dieser Commodore. Ach ja: die Katze irgendwie auch.



(aufgeschnappt bei Caschys Twitter und für viel zu gut befunden, als es nur zu faven, retweeten oder sonstwas...)

Projekt Hörsturz: Runde 35

Posted: 10. Dezember 2010 by GrossOut in Schlagworte: ,
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Daran müssen sich nun meine Blogleser gewöhnen: ich habe Geschmack am Projekt Hörsturz von beetFreeQ gefunden und so bin ich auch bei der nächsten bzw. aktuellen Runde wieder mit am Start. Gefreut hat es mich, dass einer meiner größten Favoriten der 34. Ausgabe es letztendlich bei den Auswertungen auch auf Platz 1 geschafft hat. Mumford & Sons sind aber auch wirklich eine tolle Band. Alleine deswegen gefällt mir das ganze so gut: man kann nicht nur seine Tube Senf zu den vorgeschlagenen Titeln abgeben, sondern auch gleich noch neue Musik entdecken. Deswegen widme ich jetzt auch mal den neuen Titeln:

IAMX - Kiss And Swallow (Moonbootica-Remix) (von Fabian)
Nein, ich bin elektronischer Musik nicht abgeneigt. Das Arrangement des Songs geht auch recht in Ordnung. Aber: es will nicht so richtig kicken. Der Remix ist sauber produziert, vielleicht sogar ein wenig zu glatt. Die leicht knarzigen Effekte im Hintergrund: paßt auch. Aber so richtige Höhepunkte wollen hier nicht aufkommen. Die knappen sechs Minuten bieten keine Highlights, blubbern eher so an einem vorbei. So wie der Gesang. Auch der ist mir eine Nuance zu kraftlos und so schrammt das ganze knapp unter den Durchschnitt. 2,5/5

Muse - United States Of Eurasia (+Collateral Damage) (von Dany)
Erinnert mich so ein wenig an die Pomp-Nummer der seligen Queen. Nur das Muse mit dem Song nie deren Klasse erreichen. Abwechslungsreich und mitreißend war deren Songwriting, hier bei Muse schlafen mir leider irgendwie ein wenig die Füße ein. Schlecht ist das ganze keineswegs, berührt mich aber auch nicht weiter. Trotz nettem Piano-Intro. Kann man hören und kaum ist der Song fertig, hat man ihn auch schon wieder vergessen. 3/5

Peter Gabriel - The Book Of Love (von Steve)
Da kann ich mir richtig vorstellen, dass so einige andere Teilnehmer das Lied zum Einschlafen finden. Und ich? Ich sitz' hier, schüttele verneinend den Kopf wenn der gute Peter zu Beginn singt "The book of love is long and boring" und stoße ein leises "Hach" aus, wenn der Song mit seinem warmen und umschmeichelnden Streicherarrangement verklingt. Dazu noch die leicht kratzige Stimme von Gabriel: klasse. Hat mein Herz berührt. 4/5

Rotary Ten - Itchy Feet (von Julia49)
Ich hab auf die Laufzeit geachtet. Nach genau 37 Sekunden huschte ein Lächeln über mein Gesicht. Ein toller Indie-Song, voller Leichtigkeit. Er tut keinem weh, läßt einen aber auch gut zum Sound hinwiegen. Tolles Schlagzeug, Gitarrensound wie ich ihn wirklich liebe. So klingt bestimmt fast jede dritte Indie-Band. Aber: wenn der Song so angenehm wie dieser ist, geht das ganze schwer in Ordnung. 3,5/5

Kanye West - Lost In The World (von David)
Tut mir ganz doll leid David, aber: Kanye geht ja mal überhaupt nicht. Dieser überstrapazierte Stimmeneffekt am Anfang schon ist ja schon fast zu viel für mich. Die Bassdrum erinnert mich leicht an billiges Prolltechno und der Gesang läßt mir die Kekse in der Büchse vor Verzweiflung hart werden. Hört sich in der Tat ja ziemlich hart an. Wem's gefällt: bitteschön. Aber mit sowas werde ich wohl nie warm. 1/5

Afraid of Stairs - Not Today (von Dr. Borstel)
Diese Gitarren! "Klingt interessant" war der erste Gedanke, dann gefiel mir das Geschrammel kombiniert mit diesem tollen Melodielauf immer mehr. Hinzu kommt noch dieser LoFi-Appeal des Songs und seine knackige Kürze, was mir gut gefällt. Reißt mich zwar nicht direkt vom Sitz und läßt mich in Jubelstürmen ausbrechen aber sehr nettes Lied, mit schönem Garage-Charakter. 3,5/5

Eight Legs - Vicious (von Basti)
Er braucht ja bis er in die Gänge kommt, aber das Timing des Songs ist nett. Und auch hier sind es mal wieder die Gitarrenmelodien und -läufe, sowie der leicht etwas knallende Chorus, welche mir am Besten gefallen. Berührt mich zwar nicht so stark wie die anderen in der Runde vertretenen Indie-Songs, aber richtig auszusetzen habe ich an "Vicious" nichts. Kickt halt nicht genug, auch wenn das Songwriting so schon ganz gut ist. Könnte etwas mehr Biss vertragen. 3/5

Irie Révoltés - Travailler (von Tenza)
Der Anfang mit seinen etwas schrägen Synthies: meine Aufmerksamkeit ist geweckt. Plötzlich kommen Reggae-Rhythmen hinzu. Ich bin überrascht. Aber es gefällt. Der französische Gesang: gewiss nicht Jedermanns Sache. I like it. Der Beat setzt ein und mir wird ein wohlwollendes "Wow" entlockt. Spätestens wenn dann die rockigen, wenn auch etwas zurückhaltenden Gitarren einsetzen: ich tanze mit. Der Chorus läßt mich feiern. Der Song trifft mich unerwartet. Wenn er noch ein wenig mehr rocken würde, wäre die Höchstpunktzahl fällig. Aber 4,5/5 sind auf jeden Fall drin.

Poets & Pornstars - Rock'n Roll (von Nummer Neun)
Dick rockende Gitarren, im Hintergrund röhrt zurückhaltend 'ne Orgel und dazu ein Sänger, dem man noch so zwei drei Stangen Zigaretten zustecken möchte. Er geht in Ordnung, aber die Stimme könnte zu dem Sound noch etwas rauchiger sein. Erst dann kommt das ganze so richtig cool. Den Kopfnicken kann ich aber dazu. Nette Rocknummer für Zwischendurch. 3,5/5

Gentle Giant - Racounteur, Troubadour (von maloney8032)
Kein Wunder, dass mir die Band wie experimentellere Yes vorkommen. Nach kurzer Recherche weiß ich, dass Gentle Giant eine einflussreiche Prog Rock-Band waren. Schande über mich, dass mir der Name bisher nie so geläufig war. Natürlich, das irgendwie fahrige und sperrige Arrangement ist etwas mindblowing. Aber diese Mischung aus Hammond-Klängen und dem Einsatz von Violinen: Hut ab, ist echt gut. Man wartet nur etwas zu sehr, dass das Lied mal irgendwann richtig anfängt. Und dann ist es schon ist es zu Ende. Kann man aber ruhig mal hören. 3/5

Die Bonussongs:

Au Revoir Simone - Dark Halls (von LemonHead)
Hat für meinen Begriff einen schönen Wave-Einschlag. Die Synthies besitzen eine gewisse Kälte, doch trotzdem kann man sich der etwas verträumten Atmosphäre nicht verwehren. Schön. 4/5

Badly Drawn Boy - Something To Talk About (von Graval)
Ja, das Lied besitzt Charme. Wieder eines der vielen Lieder an denen ich nix aussetzen, aber auch nicht wirklich sagen kann, dass es mich packt. Einfach okay eben. 3/5

Bo Burnham - Rant (von Khitos)
Ich bin zwiegespalten. Wirklich toller Text, nur die Musik? Klar, sie ist eigentlich nur Mittel zum Zweck. Mit der Geige und den Beats werde ich immer etwas an die Flobots erinnert. Nur die haben eben auch bessere, größere Arrangements. Rein musikalisch ist mir das einfach ein bissl zu mau. Von daher leider nur 2,5/5

Diorama - Das Meer (von Fini)
Die Herren kenne ich noch aus meiner dunklen Phase. Der Text geht in Ordnung, genauso wie die Musik selbst. Sehr ruhig umgesetzt, steigert sich zum Finale, schön dramatisch wenn man das so nennen darf. Auch wenn ich etwas mit den Schultern zucke: es gibt schlimmeres. Es gibt aber auch mitreißenderes, obwohl sowas eigentlich mag. Bleibt im Durchschnitt hängen. 3/5

Herrenmagazin - Krieg (von Heiko)
Ich habe für mich entschieden: eigene Songs werden nicht bewertet.

Jonathan Coulton - I Feel Fantastic (von Konzertheld)
Flotter Rhythmus, Akkustikgitarren die leicht im poppigen Rock/Punk angesiedelt werden können. Der Chorus ist ja schon fast aufdringlich fröhlich. Könnte einem wenn man es vielleicht etwas öfters hört, auf die Eier gehen. Gefällt aber. 3,5/5

Monster Magnet - Gods and Punks (von cimddwc)
Die Mannen um Dave Wyndorf sind bekannt und jetzt schon Kult. Aber Stoner Rock ist nur bedingt mein Ding. Gut gemachter Song. Läßt auch ein wenig mit dem Kopf nicken und den Fuss wippen. Aber der berühmte Funke mag bei mir nicht so richtig überspringen. Irgendwie klingt der Song auch etwas uninspiriert und für die Monstermagneten etwas zu sehr nach einer 08/15-Nummer. 2/5

Parenthetical Girls - Young Throats (von Kristin)
Ich möchte es so sagen: töfte. Der Sänger schrammt knapp am zu argen Gejaule vorbei, seine Stimme fügt sich aber gut in den Sound des Lieds ein. Und dieser gefällt mir wirklich gut. Elektronische Mucke wie ich sie mag, zumal die Synthiemelodie meiner Meinung nach ja wirklich schön einprägsam ist. 4/5

XTC - Scissor Man (von beetFreeQ)
Leicht schräg. Sowohl der Gesang als auch die Instrumentierung. Der Song hat aber irgendwie was schön schnodderiges und unangepaßtes. Flasht mich nicht so richtig, aber seinem gewissen Charme kann man sich nicht verwehren. Ganz okay um es anders auszudrücken. 2,5/5

Punkrockfutter: 911 Songs zum freien Download

Posted: 2. Dezember 2010 by GrossOut in Schlagworte: ,
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Feinsten oldschooligen Hardcore aus dem Zeitraum von 1978 - 1986 gibt es derzeit auf der Seite von Steve Blush, dem Autor des Buchs American Hardcore: A Tribal History. Wie es der Titel ja schon sagt, sind dort unglaubliche 911 Songs zum Download freigegeben. Darunter findet man dann Songs von Bands wie 7 Seconds, Adolescents, Bad Brains, Black Flag, Minor Threat, Suicical Tendencies, TSOL, Youth of Today und viele anderen, bekannten und auch unbekannteren Namen. Da sag' ich mal "Hurry up" und Platte voll hauen, schreibt Blush doch auch: "COPYRIGHT HOLDERS: I will delete your tracks at your request!"

(Link) (via Kraftfuttermischwerk)

WTF-Puddingwerbung (aus Japan)

Posted: 1. Dezember 2010 by GrossOut in Schlagworte: , , ,
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Diese gesamte, ziemlich quietschige und kindliche Aufmachung des Spots und dazu noch dieser Song sind Zutaten für gut zwei Minuten der seltsamsten Puddingwerbung die ich bisher gesehen habe. Giga Pudding mit Giga-WTF-Momenten. Damit trollt Christopher Poole, besser bekannt als Moot und Schöpfer von 4chan, gerade seine Nutzer. Das Video ist auf jeder Seite des Hauptboards /b/ und ein Wortfilter sorgt dafür, dass jedes Posting automatisch zu "PUDDIPUDDIPUDDIPUDDI..." wird. In diesem Sinne wünsche ich mal viel Spaß beim Schauen der Werbung und PUDDIPUDDIPUDDIPUDDIPUDDIPUDDIPUDDIPUDDIPUDDIPUDDIPUDDIPUDDIPUDDI...



(Direktlink) (via Urlesque)